Ein großes Highlight meiner Mexiko Reise war die geführte Tour nach Chichen Itza. Dafür habe ich mir eine Tour ausgesucht mit einem echten Maya Tourguide, der die Sprache der Maya spricht und sogar noch die Schrift beherrscht.
Geführte Chichen Itza Tour mit einem Maya Guide
Im Video auf meinem Weltraum-Kanal zeige ich, wie die Maya Sterne und Planeten beobachteten, welche Bedeutung Himmelsphänomene für sie hatten und wie eng ihre Kultur mit dem Kosmos verbunden war. Besonders spannend fand ich, wie viele heutige Astronomen und Archäologen noch immer versuchen, die genauen Berechnungen der Maya nachzuvollziehen.
Die Geheimnisse der Maya
Mitten im Urwald der Halbinsel Yucatan liegt Chichen Itza. Die mächtige Pyramide des Kukulcán erhebt sich stolz über dem Dschungel und hält immer noch viele Geheimnisse verborgen. Manche Geheimnisse wurden aber mittlerweile gelüftet.
Warum klatschen die Menschen in Chichen Itza?
Vor der großen Pyramide sieht man sehr oft Menschengruppen stehen die gemeinsam klatschen. Wenn man an der richtigen Stelle klatscht, hört sich das Echo wie Kukulcan an, der gefiederte Schlangengott der Schöpfung und Auferstehung.
Eine der faszinierendsten Eigenheiten der Pyramide von Chichen Itza ist ihr akustisches Phänomen. Wenn man vor der Treppe in die Hände klatscht, hallt das Echo zurück – und erstaunlicherweise klingt es wie das Zischen einer schlängelnden Schlange.
Cenoten, Wasserlöcher in Mexiko
Die Maya nutzten diesen Effekt bewusst: Das Geräusch erinnert an Kukulkan, die gefiederte Schlangengottheit, die auf der Pyramide verehrt wird. Dieses akustische Wunder zeigt, wie raffiniert die Maya Baukunst und Astronomie miteinander verbanden. Es ist, als hätte die Pyramide nicht nur den Himmel im Blick, sondern könnte auch sprechen – eine Verbindung zwischen Erde, Himmel und göttlicher Symbolik.
Dieses Phänomen entsteht durch die präzise Bauweise der Pyramide: Die Stufen, der Winkel der Treppe und die glatten Oberflächen der Steine reflektieren den Schall auf eine besondere Weise.
Ein Wasser Loch unter der Pyramide
Interessanterweise hängt dieses akustische Wunder auch mit der Umgebung zusammen. Die gesamte Region ist von Cenoten, unterirdischen Wasserlöchern, durchzogen, die oft mit Hohlräumen im Kalkstein verbunden sind. Diese natürlichen Resonanzräume verstärken bestimmte Schallfrequenzen, sodass selbst ein einfacher Handklatsch wie ein gezielter Ruf durch die Architektur getragen wird. Die Maya nutzten also nicht nur die physische Form der Pyramide, sondern auch die natürlichen Gegebenheiten der Landschaft, um symbolische Effekte zu erzeugen – eine Verbindung von Kultur, Natur und Astronomie, die noch heute Besucher in Staunen versetzt.
Maya Astronomie
Die Maya waren Meister der Astronomie. Schon vor Jahrhunderten beobachteten sie sorgfältig die Bewegungen von Sonne, Mond und Planeten, zeichneten Himmelsphänomene auf und entwickelten komplexe Kalender. Ihre astronomischen Kenntnisse halfen ihnen, landwirtschaftliche Zyklen zu planen, Feste zu bestimmen und religiöse Rituale genau auf kosmische Ereignisse abzustimmen. Für die Maya war der Himmel nicht nur ein Beobachtungsobjekt, sondern ein integraler Bestandteil ihres täglichen Lebens und ihrer Kultur.
Der Kalender der Maya
Darüber hinaus entwickelten die Maya komplexe Sternenkataloge und Kalendersysteme, die bis heute Wissenschaftler faszinieren. Sie beobachteten Himmelsobjekte wie Venus, die für sie eine besondere Bedeutung hatte, und nutzten diese Beobachtungen für politische, religiöse und soziale Entscheidungen. Ihre Astronomie war also nicht nur theoretisch, sondern eng mit ihrem Alltag und ihrer spirituellen Welt verknüpft – ein beeindruckendes Zeugnis menschlicher Neugier und Präzision.
Das Maya Museum in Cancun
Ein weiteres Highlight auf meiner Mexiko Reise war das Maya Museum in Cancun. Mitten in der touristischen Hotelzone verbergen sich die Ruinen eines alten Maya Dorfes. An dieser Stelle wurde das Museum errichtet und hier bekommt man einen faszinierenden Einblick in die Geschichte, Kultur und Astronomie der Maya-Zivilisation.
Schon beim Betreten merkt man, dass hier Geschichte lebendig wird: Originalartefakte, Skulpturen und Wandreliefs erzählen von den Errungenschaften einer Kultur, die schon vor Jahrhunderten den Himmel beobachtete und präzise Kalender entwickelte. Das Museum verbindet anschauliche Exponate mit moderner Ausstellungstechnik, sodass Besucher die Welt der Maya hautnah erleben können.

Besonders spannend sind die Ausstellungen zur Maya-Astronomie und Architektur. Hier wird erklärt, wie Tempel, Pyramiden und Observatorien wie El Caracol in Chichén Itzá genutzt wurden, um Sternenkonstellationen, Tagundnachtgleichen und andere Himmelsereignisse zu verfolgen. Besucher bekommen ein Verständnis dafür, wie eng das Leben der Maya mit dem Kosmos verbunden war und wie präzise ihre Kenntnisse von Planeten, Sonne und Mond waren.
Neben den astronomischen Exponaten bietet das Maya-Museum auch einen Überblick über das alltägliche Leben der Maya, von Landwirtschaft über Handel bis hin zu Religion und Ritualen. Besonders für Reisende, die Cancún besuchen, ist das Museum ein idealer Einstieg, um die kulturellen Hintergründe der Region zu verstehen, bevor man historische Stätten wie Chichén Itzá erkundet. Es ist eine perfekte Kombination aus Bildung, Geschichte und Staunen über die Leistungen einer alten Hochkultur.


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